Während es nach der ersten Trumpwahl 2016 ein unbändiges Bedürfnis nach Diskursivierung gab, habe ich den Eindruck, dass diesmal absolute Schockstarre herrscht und ein Bedürfnis, nicht darüber zu reden.
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Nicht Schockstarre, eher keine Lust mehr zu erklären. Eventuell kommt auch Schadenfreude dazu über diejenigen denen klar wird, wie sie sich mit der Wahl selbst geschadet haben. So beobachte ich das vorerst auf div. Demokratischen YouTube Kanälen…
Ich denke, die Menschen fühlen sich hilflos und wissen nicht, was tun. Mir geht es jedenfalls so. Es ist ein Schock und man möchte am liebsten nichts mehr darüber lesen oder davon hören. Ein gewisser Selbstschutz, glaube ich.
Ich habe dazu gerade nichts zu sagen. Die Leute haben sich entschieden - klar und deutlich. Beim erst Mal gab es noch diesen Autounfall-Effekt - es war schwer wegzusehen. Was jetzt passiert, war zu erwarten. Und deutlich klar und deutlich angekündigt.
Fühle diesen Skeet sehr.
Es ist wirklich eine Leere, die man spürt. Man hat damals alles analysiert, in der Hoffnung daraus zu lernen, dass sowas nicht wieder passiert. Und es passiert wieder.
Lese das auch viel von amerikanischen demokratischen Wähler:innen. Die wollen nichts mehr hören, lehnen sich zurück und gucken einfach was passiert. Kaum noch „Gegenwehr“ da.
2021 habe ich aufgeatmet, weil ich zum ersten mal seit 2016 nicht mehr über die Aussagen des US-Präsidenten informiert war. Ich will nicht, dass es schon wieder losgeht. Ich will diesen Namen nicht mehr lesen und hören und ganz ehrlich: ich wäre froh, wenn sich die Zeit seiner entledigen würde.
Ich finde es auch so eine Zumutung überhaupt sein Gesicht auf den Nachrichten-Websites zu sehen, muss dann immer weg clicken. Ich bräuchte echt so einen US-Newsfeed ohne Bilder und mit absolut minimalster Zusammenfassung, den Rest will ich weder wissen noch lesen.
Es hilft auch nicht, dass der Supreme Court inzwischen pro Trump ist und Justice Sotomayor schon um die 70. Ich erinnere mich, dass 2016 noch viele etwas Hoffnung in Justiz und Presse gesetzt hatten, jetzt würde man sich ja nur noch durchs Elend lesen.
Er hat gewonnen — und es war nicht knapp oder Folge eines absurden Wahlsystems, das den Kandidaten mit weniger Stimmen gewinnen lässt. Es war eine glatt gewonnene Wahl.
Irgendwann werden wir das hoffentlich verstehen, gleichzeitig fällt mir dazu im Augenblick nichts zu sagen ein.
Innerlich kämpfen, reden, schimpfen, Memes, nichts hat 2016 geholfen und man ist es leid. Wie ein Unwetter, das auf einen zurollt. Es gibt eh keinen Ausweg.
Ich habe heute gelernt, dass so was als Autoagression gelten kann, wenn, wie in einem solchen Fall, der Frust sich nicht in Wut *äußert*, sondern nach innen richtet.
Mir scheint, dass es damals der Einbruch einer unerhörten Normabweichung in die Realität war, während die massive Wiederkehr den Horror auslöst, dass das nun die Normalität ist, in der "wir" die körperlosen Geister einer Vergangenheit sind.
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Es ist wirklich eine Leere, die man spürt. Man hat damals alles analysiert, in der Hoffnung daraus zu lernen, dass sowas nicht wieder passiert. Und es passiert wieder.
Irgendwann werden wir das hoffentlich verstehen, gleichzeitig fällt mir dazu im Augenblick nichts zu sagen ein.
Ne. Echt nicht.