Man liest sehr oft, dass Dinkel älter, gesünder und/oder verträglicher sein soll als Weizen.
Aber stimmt das denn wirklich?
Wir wollen uns mal näher anschauen, was an den am häufigsten zu findenden Versprechen so dran ist (Spoiler: fast nichts). 1/9
Aber stimmt das denn wirklich?
Wir wollen uns mal näher anschauen, was an den am häufigsten zu findenden Versprechen so dran ist (Spoiler: fast nichts). 1/9
Comments
Essen Sie, was sie vertragen. Nicht das, was in der Zeitung steht, was Sie essen sollen.
Seit ich zb deswegen kein Vollkorn mehr esse, geht’s mir deutlich besser.
Dinkel ist eine Weizenart, enthält dieselben Proteine inkl. Gluten und ist somit nicht verträglich für Menschen mit Zöliakie oder einer Weizenallergie.
Haarsträubenderweise finden sich selbst dazu entsprechende Falschinformationen im Internet. 2/9
Dinkel ist ein Urgetreide und weniger „verzüchtet“.
Das stimmt so nicht. Die aktuell angebauten Dinkelsorten gingen sehr wahrscheinlich alle aus dem modernen Weizen hervor und sind ebenso das Resultat intensiver Züchtung. Dazu ist Züchtung nichts Schlimmes. 3/9
Dinkel hat mehr Protein.
Ja, im Mittel hat er etwas mehr, aber der Unterschied zu Weizen ist gering und es gibt auch Überlappungen.
Dazu ist der Proteingehalt auch stark von der Sorte und der Düngung abhängig, so pauschal stimmt das also nicht. 4/9
Dinkel enthält mehr Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Tatsächlich weist Dinkel durchschnittlich etwas höhere Gehalte mancher Mineralstoffe auf, Weizen enthält dagegen etwas mehr Ballaststoffe. 5/9
Deutlich wichtiger für all diese Komponenten ist allerdings der Ausmahlungsgrad, also ob man Weiß- oder Vollkornmehl verwendet. 6/9
Dinkel ist verträglicher.
Dafür gibt es keine Belege, im Gegenteil.
In einer Studie dazu wurde Menschen, die von sich sagten, dass sie Weizen nicht vertragen und Dinkel schon, Brote aus den beiden Getreidearten verblindet verabreicht. 7/9