Wir gedenken des 28-jährige Farid Guendoul, auch bekannt als Omar Ben Noui, der heute vor 25 Jahren, am 13. Februar 1999, während einer Hetzjagd von Rechtsextremen in Guben (Brandenburg) starb. 1/9
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Farid Guendoul wächst in einem armen Viertel der algerischen Hauptstadt Algier auf, er studiert Flugzeugtechnik. 1997 flüchtet er nach Deutschland und wird in einem Wohnheim in Sembten bei Guben untergebracht. Er gibt den Namen Omar Ben Noui an, um seine Familie zu schützen. 2/9
Am Abend des 12.02 kommt es in der Disko „Dance-Club“ in Guben zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Rechtsextremer & anderen Gästen, bei der einer der Neonazis verletzt wird. Auch Farid Guendoul und seine Freunde Khaled B. und Issaka K. sind dort, aber nicht an dem Streit beteiligt. 3/9
Die Rechtsextremen rufen Verstärkung und fahren durch die Stadt, um sich zu rächen. Farid Guendoul und seine Freunde sind gegen vier Uhr auf dem Heimweg, als die Neonazis sie entdecken und sofort auf sie losgehen. 4/9
Um den Angreifern zu entkommen, teilen sich die drei auf. Khaled B. wird zu Boden getreten, er verliert das Bewusstsein. Farid Guendoul und Issaka K. versuchen, sich in einen Wohnblock zu flüchten. Guendoul tritt die gläserne Haustür ein, damit sie hineinkriechen können. 5/9
Die Scherben schneiden seine rechte Knieschlagader auf. Farid Guendoul verblutet binnen weniger Minuten.
Nach einem 17-monatigen Prozess verurteilt das Landgericht Cottbus am 13. November 2000 die elf Angeklagten zu Jugendstrafen bis zu drei Jahren. 6/9
Am 9. Oktober 2002 änderte der Bundesgerichtshof die Schuldsprüche der Hauptangeklagten auf versuchte Körperverletzung mit Todesfolge. Der Haupttäter erhält eine Jugendstrafe von 2 Jahren. Zudem stellte das Gericht klar, dass alle beteiligten Angeklagten das gleiche Maß an Verantwortung trügen. 7/9
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Nach einem 17-monatigen Prozess verurteilt das Landgericht Cottbus am 13. November 2000 die elf Angeklagten zu Jugendstrafen bis zu drei Jahren. 6/9