Ich finde, mögliche Gewalt gehört unbedingt verurteilt. Es gibt sonst auch die Rechtfertigung für Übergriffe auf Politiker der demokratischen Parteien.
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Toleranzparadoxon.
Gewalt gegen Faschisten und Demokratiefeinde ist eben nicht das Selbe wie Gewalt gegen Demokraten. Erstere verteidigt die Demokratie, letztere greift sie an.
Die Demokratie hat bessere Mittel als stumpfe Gewalt von Menschen, die damit das Gewaltmonopol des Staates nicht akzeptieren. (Ihre politischen Akteure sollten nur nicht querschießen, Friedrich Merz.)
Damit haben Sie einen guten Punkt angesprochen. Wenn Konservative (wieder) meinen, Rechtsextremisten instrumentalisieren zu können, um in der Bevölkerung Unsicherheit zu schüren, und dann sich selbst als Lösung anzubieten, ist das ein Ritt auf der Rasierklinge. Akteure handeln tlw. kurzsichtig.
Stimmt. Es kommt aber noch dazu, was los wäre, wenn einem der #NoAfD ler aktuell wirklich üble Gewalt angetan würde. Dann stilisieren die sich zum echten Opfer auf und erhalten noch mehr Zuwachs. Sie werden dann sagen: Seht her, Demokraten sind nicht besser, sondern sogar schlimmer als wir.
Damit das mit dem Gewaltmonopol funktionieren kann, braucht es aber 1000de Dobrowolskis, ich sehe leider nur einen.
Wir haben verdammt viel Arbeit zu tun, Demokratien sind in Gefahr.
Das funktioniert aber doch nur, solange sich Menschen an die demokratischen Regeln halten. Was ist, wenn sie das nicht mehr tun? Wie lange kann Demokratie das kompensieren? Wann ist der Moment, wo Demokratie nicht mehr reicht, um antidemokratische Personen aufzuhalten? Ich finde das sehr schwierig.
Irgendwann muss der Komfort des Gewaltverurteilungsschneckenhauses verlassen werden, wenn ein totalitäres Regime vermieden werden soll. Die offene Frage ist, ab welchem Punkt das legitim ist. Denn die Unterstützer desselben werden keine Ruhe geben, bis ihr Ziel erreicht ist.
Ist der #Putintroll Chrupalla mal wieder am Herumopfern? Seine Kollegin Weidel ist auch nicht aufgetreten. Aus Angst. Das BKA sah aber keine Gefährdung. Die wollen beide einen auf politischer Märtyrer machen. Ich glaube denen kein Wort.
Wir wissen aber in dem Fall noch nicht, ob es sich tatsächlich um einen Angriff - oder aber eben um ein rein medizinisches Problem in Form eines Schwächeanfalls handelte.
Sie gehören in meinen Augen verurteilt. Und wie XY das macht, ist für mich kein Maßstab. Und wer sich mein Posting genau anschaut, liest da die Warnung raus, Opfererzählung voreilig auf den Leim zu gehen.
Mögliche Gewalt zu verurteilen bedeutet halt, einer Partei auf den Leim zu gehen, die in diesen Dingen schon mehrfach gelogen hat - und gleichzeitig die wahren Opfer solcher Angriffe zu verhöhnen
ich kann euch beide gut verstehen. generell sehe ich auch: recht statt rache. was mich etwas schwanken lässt schwule freunde von mir in leipzig meinten: ohne antifa könnten die niemals abends unterwegs sein. die nazi-schläger halten sich nur zurück, weil sie in schach gehalten werden, von der antifa
Wollen wir an der Stelle mal kurz etablieren, dass es weder auf Weidel noch auf Chrupalla irgendwelche Angriffe gegeben hat? Das ist mE wichtig für die Diskussion.
wie beim schwarzfahren: man wird zwar nicht immer kontrolliert, es könnte aber sein, dass man von der antifa erschwischt wird, und da nazis nicht nur dumm sondern auch feig sind, reicht eine gewisse mindestpräsenz, um den nazis die motivation zu nehmen.
zweite beobachtung: war im ehemaligen osten
unterwegs, um mir das treiben dort mal im original anzuschauen: upsipaloopsi! eine gefährliche melange aus nazis, schlägern, russischen influencer*innen, rockerbanden & co. da denke ich: es hilft nur extreme gewaltbereitschaft um da gegenhalten zu können.
Also Demokratie aufgeben und nicht dafür kämpfen? Fein.
Wegdiskutieren lassen sich Nazis nämlich nicht, und auf den Staat kann man auch nicht zählen, wie man seit Jahrzehnten sieht.
Comments
https://twitter.com/WeberKili/status/1709214397803995323
Gewalt gegen Faschisten und Demokratiefeinde ist eben nicht das Selbe wie Gewalt gegen Demokraten. Erstere verteidigt die Demokratie, letztere greift sie an.
Wir haben verdammt viel Arbeit zu tun, Demokratien sind in Gefahr.
Aber unter gar keinen Umständen ist es in Ordnung jemanden körperlich anzugreifen.
Dafür gibt es niemals eine Rechtfertigung.
Die Gurkentruppe dürfte gern von jetzt auf dann ins Nichts verschwinden.
zweite beobachtung: war im ehemaligen osten
Wegdiskutieren lassen sich Nazis nämlich nicht, und auf den Staat kann man auch nicht zählen, wie man seit Jahrzehnten sieht.