Wir lesen ja hier viel von ADHS Betroffenen. Mich würde aber mal interessieren, welche Strategien ihr habt im Umgang mit euren Kolleg*innen, die ADHS haben.
Soll ich mal anfangen mit dem, was ich so mache? Oder bin ich hier alleine an dem Thema interessiert?
Soll ich mal anfangen mit dem, was ich so mache? Oder bin ich hier alleine an dem Thema interessiert?
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- beim Sprechen Zeit für die Notizen einräumen
- keine Anweisungen im Vorbeigehen
- nicht den Arbeitsfluss stören, lieber ne Mail schreiben
- präzise Formulierungen und ggf Erklärungen, wenn neue Gebiete erarbeitet werden.
Ich versuche, die wild abwandernden Gedanken wieder freundlich einzufangen und immer wieder zum Thema oder der Aufgabe zurück zu kommen, damit wir uns darauf konzentrieren können. Das strengt mich aber auch an. 😁
- ich schreibe in Mails sehr eindeutig was ich will und bis wann. Ich lasse alles unnötige weg.
- wenn ich beim Zuhören nicht weiß, was er mir sagen will, warte ich ab. Oft spricht er auch über Dinge, die er gar nicht selber denkt, sondern wiederholt Gehörtes, was noch
Kaum jemand liest noch bis zum Ende. Und nur ein Thema oder eine Frage pro Mail.
Alles klar strukturiert, ggf. mit Aufzählungszeichen oder wichtigstes nochmal unterstreichen oder einfärben.
(Meine Kolleg:innen haben alle Hochschulabschluss.)
- wenn ich Mails bekomme, die für mein Gefühl am Thema vorbei sind, schreibe ich nicht zurück, sondern rufe an, weil wir das beim Reden besser lösen können
- ich gebe rechtzeitig Bescheid wann ein Bericht fertig sein muss, dann erinnere ich im 2 Wochen
-er muss nix zum Team mitbringen. Der Stress für ihn an die Besorgung zu denken ist höher als der Benefit. Dafür macht er andere Sachen.
- wenn ich seinen Kalender durcheinander
- ich nehme es nicht persönlich wenn er 10 Minuten zu spät kommt. Wundere mich aber schon, wie man es schafft so konstant 10 Minuten zu spät zu kommen, egal wie lange die Fahrstrecke ist🧐
"ADHS ---> normal
normal ---> ADHS" ?
Mir wurde neulich vorgeworfen, dass es oft sehr sehr mühsam wäre, meinen Gedanken zu folgen.
(War eine seltsame Situation für mich, insgeheim hab ich immer gewußt, ich bin intelligenter als meine Vorgesetzten). Erst seit der Diagnose (56) ergibt alles Sinn