Eine Facharbeit war schon ohne KI ein komplexer Prozess. Ich habe es daher abgelehnt, mit Binnenpunkten Teilkompetenzen zu adressieren. Jede Systematik erzeugt eine Scheinobjektivität.
Ich benenne im Gutachten Stärken und Schwächen der Arbeit und leite daraus eine Note ab, weil ich muss. (1/x)
Wenn ich jetzt noch versuchte, Teile (wie KI) zu bewerten und Teilnoten zu vergeben, zerlegte ich den komplexen Prozess in genau die Teilkompetenzen mit Binnenbewertungen. Dann nehmen SuS in einer Reflexion nicht das Ganze, sondern nur seine Teile in den Blick. Die werden ja bewertet. (2/x)
Ich möchte aber umgekehrt den ganzen Prozess in den Blick nehmen. Problem ist sicherlich, dass SuS keine Routine in Reflexionen haben - ich es im Kleinen aufbauen müsste. Einigen fällt das sehr schwer. Dennoch halte ich Binnenbewertungen für den falschen Ansatz. (3/3)
Das kann ich nachvollziehen. Aus Schülersicht ist aber, denke ich, ein Erwartungshorizont transparenter. Ich schreibe zusätzlich zur Bepunktung immer noch einen Kommentar, der Stärken und Schwächen benennt. So lange wir noch korrigieren und nicht die KI, gibt es eh keine vollständige Objektivität.
Dafür bin ich hier - zum Teilen von Idee, zum Austausch.
Meine SuS bekommen alle ein Audio, in dem ich ihre Arbeit beschreibe und die Wertungen begründe. Dafür bekommen ich sehr gutes Feedback.
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Ich benenne im Gutachten Stärken und Schwächen der Arbeit und leite daraus eine Note ab, weil ich muss. (1/x)
Ich danke dir für das Teilen deiner Arbeit und deinen Überlegungen.
Meine SuS bekommen alle ein Audio, in dem ich ihre Arbeit beschreibe und die Wertungen begründe. Dafür bekommen ich sehr gutes Feedback.