Frage:
Leute, die erst als Erwachsene mit ADHS diagnostiziert wurden.
Hat euch das beunruhigt?
Oder deprimiert?
Erleichtert?
Welchen Effekt hatte das auf euch?
Bitte teilt das sehr oft, meine RW ist nicht allzu groß, hätte aber gerne viele Antworten.
Gerne auch Berichte hier! ⬇️
Leute, die erst als Erwachsene mit ADHS diagnostiziert wurden.
Hat euch das beunruhigt?
Oder deprimiert?
Erleichtert?
Welchen Effekt hatte das auf euch?
Bitte teilt das sehr oft, meine RW ist nicht allzu groß, hätte aber gerne viele Antworten.
Gerne auch Berichte hier! ⬇️
Comments
Einerseits das Wissen, dass ich nichts für meine Struggles kann, andererseits die Erkenntnis, dass ich für immer damit kämpfen muss.
Ich glaub, du bist die Erste, die ich "kenn", die NOCH später als ich (mit 52 )diagnostiziert wurde..
Gab (zu) viele Überschneidungen mit Kinderklienten der Kolleginnen und ich wollt einfach mal wissen, ob....
Bingo: "Lehrbuchartig".
Damals noch grandiose 6 Monate Wartezeit für Diagnosetermin
Das Problem ist aber, dass es noch so viele „Fachleute“ gibt, die Neurodivergenz als Makel sehen.
Dann kamen leider Trauer und Wut wegen so vieler vertaner Chancen, weil einfach niemand genau genug hingeschaut hat. #adhs
Vieles ist jetzt verständlicher und durch Medikamente teilweise auch leichter, aber ich sehe auch die verpassten Chancen, die davon getragen Spuren und die vielen Kämpfe.
Das Gefühl, "anders" zu sein, hat jetzt einfach nur einen Namen.
Ich habe die Diagnose tatsächlich nur der Medikamente halber angestrebt. Und dabei dachte ich auch eigentlich mehr an meine Kinder.
Die letzten 43 Jahre kam ich ohne Medikamente durchs Leben. Und da gehören ...
Ich wollte mit mir ausmachen, ob es eine Option für meine Kinder...
Kommt Zeit, kommt Rat.
Das “tapfer schlagen” kostet extrem viel Kraft, ohne dass das bewusst ist. Bis der Vergleich existiert…
Hatte sowas vorher nie auf dem Schirm, die Dx war eher Zufall.
Bin jetzt für die Dx froh, weil ich vieles (an mir, an meinem Leben) besser verstehe.
Wäre aber dennoch lieber NT.
Und Medis helfen halt auch.
Plötzlich weiß ich auch warum.
schon beeindruckend, was alles auf einmal Sinn ergibt.
Hab (noch) keine gesicherte Diagnose, aber "alles weist darauf hin".
Genau das: "was auf einmal Sinn ergibt..."
Da mein Kind die Diagnose schon seit Jahren hat, hatte ich mich schon vor der eigenen Diagnose mit dem Thema beschäftigt und war nicht überrascht.
Und Trauer, weil so fucking viel "Kollateralschäden" hätten vermieden können, wäre ich als Jugendlicher entsprechend begleitet worden.
Möchte hinzufügen: vorher hab ich mich oft gefragt "warum krieg ich nichts auf die Reihe, aber alle anderen schon?" Viel Selbstabwertung.
Jetzt habe ich eine Erklärung und kann akzeptieren, dass manchmal einfach nicht alles geht, und dass ich nicht einfach nur faul bin.