Russland hat heute Morgen seine insgesamt dritte Welle der Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur in diesem Krieg begonnen. Was man dazu wissen muss und was ist daran besonders gefährlich. Ein Thread 🧵.
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Leider können wir ab heute sicher davon ausgehen, dass der Winter für die Ukraine sehr schwer sein wird. Während am Sonntag Knappheiten im Stromsystem noch ausgeglichen werden konnten, kehren zum Beginn der Arbeitswoche am Montag Stromausfälle zurück. Vor den Ukrainern liegen komplizierte Monate.
Mit insgesamt 210 Luftzielen (120 Raketen, 90 Drohnen) war es de facto der größte kombinierte Luftangriff der Russen in diesem Krieg überhaupt. Insgesamt fand der heftigste Beschuss wohl immerhin am 24. Februar 2022 statt, es fehlen aber überprüfbare Angaben und es waren "nur" Raketen.
Etwas Positives: Experten hätten diesen ersten Angriff früher erwartet, etwa Mitte Oktober oder so. Dass er später als gedacht kam, ist wohl nicht zuletzt den erfolgreichen Treffern der ukrainischen Langstreckendrohnen gegen Munitions- und Raketendepots tief im russischen Hinterland geschuldet.
Leider sehen wir jedoch, dass Russland weiterhin genug Raketen produziert. Dass Moskau die Drohnenproduktion massiv steigern konnte, steht sowieso außer Frage: Innerhalb der letzten zwei Monate finden massive Drohnenangriffe quasi jede Nacht statt. Nun kommen wieder Raketen hinzu - in großer Masse.
Zu den Zielen der Angriffe gehörten heute Wärme- und Wasserkraftwerke sowie deren Umspannwerke in mehreren Regionen. Der Schaden soll angeblich nicht klein, aber zunächst nicht kritisch sein. Ein paar Tage sollten reichen, um die Situation zu stabilisieren. Doch weiterer Beschuss wird folgen.
Glücklicherweise gibt es keine Anzeichen, dass heute wie befürchtet die Infrastruktur der Atomkraftwerke, also Transformatoren und Umspannwerke, angegriffen wurden. Es gibt jedoch keinen Grund, um schon jetzt ernsthaft "aufzuatmen". Es kann sehr gut sein, dass auch sie folgen werden.
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Ich hoffe die machen jetzt ordentlich wumms…